Tritt ein durch das alte Tor! Komm heran an den felsigen Grund! Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäuser, stolze Burg, Schindeldächer, enge Gassen und hohes Schloß:

Quedlinburg und der Beginn der deutschen Geschichte

 

Und wenn man es genau nimmt, könnte man diese Stadt als die Geburtsstätte der deutschen Nation bezeichnen, denn: Schon in alten Urkunden wird Quedlinburg als die Metropole des deutschen Reiches genannt.

Nach dem Ende der Karolinger bestimmen die Franken und Sachsen den Herzog Heinrich von Sachsen im Jahre 919 n. Chr. zu ihrem König. Die Nachricht soll Heinrich in Quedlinburg - damals hieß die Gegend Quitilingaburg - am Finkenherd erhalten haben, so meinen es die Überlieferung und Carl Löwe's Ballade:

"Herr Heinrich sitzt am Vogelherd ....."

Der Sachsenherzog Heinrich war von 919 - 936 der erste deutsche König, und Quedlinburg wurde zu seiner Lieblingspfalz. Von hier aus einte er die Sachsen und Franken mit den Schwaben und Bayern und schuf eine neue zentrale Macht zwischen Elbe, Rhein und Alpen. Als er 936 in Memleben starb, hinterließ er seinem Sohn - Kaiser Otto dem Großen - ein Reich, das als das bedeutendste im damaligen Europa galt.

In der Krypta der hoch über der Stadt gelegenen Stiftskirche -Heinrich selbst hat dieses Gotteshaus gegründet- befindet sich sein Grab und das seiner Gemahlin, der Königin Mathilde. Kaiser Lothar hat 1129 den Kirchenbau auf dem Burgberg geweiht.

Und das ist Quedlinburg heute:

Eine vom 2. Weltkrieg fast völlig unversehrte mittelalterliche Stadt mit ca. 25000 Einwohnern, am Nordrand des Harzes gelegen, gut zu erreichen von bekannten großen Städten wie Magdeburg, Berlin, Hannover und Braunschweig.

1200 Fachwerkhäuser aus den vergangenen Jahrhunderten -inmitten erhaltener Stadtmauern und Stadttürme- bilden die Altstadt und umringen den Burgberg mit seiner Stiftskirche.

Die UNESCO erklärte dieses größte deutsche Flächendenkmal als erste Stadt in den neuen Bundesländern zum schützenswerten Weltkulturerbe.

Es lohnt sich gewiß, ein paar Tage in dieser Stadt der liebenswerten alten und schiefen Häuser zu verbringen, über das holprige Kopfsteinpflaster zu wandern, das seit Jahrhunderten unverändert die schmalen Straßen und engen Gassen bedeckt.
Und hoch zur Burg zu pilgern, auf kurzem, steilem Anstieg. Sich an die Burgmauer zu lehnen mit dem Ausblick auf die nahen Harzberge, den Brocken und die Stadt. Tief unten liegt die Dächerflut, ein tausendjähriger Traum, der Schoß unserer Geschichte.

Und es bietet sich an, Quedlinburg zum Ausgangspunkt zu machen für einen Ausflug in die Bischhofsstadt Halberstadt, für eine Fahrt nach Magdeburg zum ersten gotischen Dom Deutschlands, oder für eine Wanderung durch das Bodetal. Und natürlich sollte man Blankenburg besuchen und die Feste Regenstein besteigen, den Ausblick von der Burg Falkenstein genießen, die Teufelsmauer bei Neinstedt erkunden - alles inmitten alter deutscher Geschichte.

Und Lyonel Feininger ist anzutreffen in dieser Stadt in einer Galerie am Schloßberg, direkt daneben das Geburtshaus Klopstocks. Telemanns Musik erklingt im Kloster Michaelstein bei Blankenburg, und der Quedlinburger Musiksommer begeistert mit seinen Konzerten in der Stiftskirche mehr und mehr die Musikliebhaber von nah und fern.

Für einen Aufenthalt in unserer Stadt gibt es eine Reihe sehr guter Hotels und Pensionen.

Wir möchten dem Besucher aber auch unsere eigenen beiden Ferienwohnungen vorstellen:

Sie befinden sich in den Häusern Schloßberg 15 und Schloßberg 16 direkt am Aufgang zum Schloß, benachbart dem Finkenherd und mit Ausblick auf das Fachwerkensemble mit seinem berühmten Klopstockhaus. Unsere beiden Häuser sind denkmalgeschützt und wurden in den letzten Jahren saniert.


Ferienwohnungen unter'm Schloß